Unternehmensdialog zum EU Data Act am 3. Juni 2026
In kompakten Impulsvorträgen, praxisnahen Fallbeispielen und einer gemeinsamen Diskussionsrunde wurde herausgearbeitet, welche konkreten Anforderungen der EU Data Act an kleine und mittlere Unternehmen im deutsch-schweizerisch-österreichischen Grenzraum stellt. Dabei wurden die aktuellen Ergebnisse der unterschiedlichen Forschungsperspektiven prä-sentiert und zugleich die Umsetzungsfragen der teilnehmenden Unternehmen besprochen.
Prof. Dr. Marc Strittmatter und Johanna Meyer (HTWG) gaben einen Überblick über aktuelle Rechtsfragen zum Data Act mit Schwerpunkt auf den Datenzugangsmechanismus, die im Data Act angesprochenen Datenarten, wichtige Punkte zum Geschäftsgeheimnisschutz und technisch-organisatorischen Maßnahmen.
Martin Dobler (FHV) beleuchtete Problemfelder an der Schnittstelle von Geschäftsgeheimnisschutz und Cyber Security.
Prof. Dr. Jürg Meierhofer (ZHAW) und Prof. Dr. Petra Kugler (OST) diskutierten Chancen für Wertschöpfung und Innovation sowie die dafür erforderlichen Kompetenzen.
Zudem stellte der Geschäftsführer von „data revolution" ein konkretes, auf dem Data Act basierendes Geschäftsmodell vor und gab direkte Praxiseinblicke. Er zeigte, wie sich das Startup mit neuen datenbasierten Services und einer Plattform für zentrale Datenzugänge im Markt positioniert.
Die abschließende Diskussionsrunde vertiefte zwei Leitfragen des Data Act und gab Raum für Erfahrungsaustausch und Fragen aus den teilnehmenden Unternehmen: zum einen die Standortbestimmung zu neuen Services vor dem Hintergrund der Chancen des Data Act und seiner Datenzugangsrechte, zum anderen die drei „U" der Umsetzung, also Umsetzungsfragen, Umsetzungsstadien und Umsetzungsstrategien.
Fragen aus der Diskussion
Die Teilnehmenden brachten ein breites Spektrum an Praxisfragen mit. Unter anderem wurde über diese Fragen diskutiert (Auswahl):
- Wie sieht eine rechtskonforme Datenbereitstellung aus, und reicht dafür eine CSV-Datei per E-Mail oder ist mehr zu beachten?
- Wie lässt sich die Anforderung des „access by design" technisch umsetzen, insbesondere bei Echtzeit- und Endlos-Datenübertragung?
- Wie verhält sich die Unentgeltlichkeit zu den realen Infrastruktur- und Cybersecurity-Kosten?
Einige Fragen konnten bereits im Rahmen der Diskussion von unseren Forschungspartnerinnen und Partnern beantwortet werden. Andere verweisen auf grundlegende Problemstellungen, die wir im weiteren Projektverlauf vertiefen und die damit Impulse für unsere künftigen Forschungsfragen liefern.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Referentinnen und Referenten sowie dem Team unseres Forschungsprojektes für einen erkenntnisreichen und lebhaften Austausch.
Save the Date! Die nächsten Aktivitäten von Data Act Pioneer im September 2026.
- Praxiszirkel in Zürich am 24. September 2026: Rückblick „Ein Jahr Data Act, was hat er bisher bewirkt?" mit einer Standortbestimmung zu Regulierung und Wissenschaft sowie einem Update aus Brüssel. In Breakout-Groups werden Erfahrungen und offene Fragen aus der Praxis besprochen.
- Workshop an der FH Vorarlberg am 29. September 2026.
Die Anmeldung zu diesen Projektaktivitäten wird rechtzeitig freigeschaltet und ist dann auf der Webseite zu finden.
Über die Teilnahme bekannter Partnerunternehmen wie auch neuer Interessenten freuen wir uns. Ebenso freuen wir uns auf den weiteren Austausch zu den Problemfeldern und Chancen des Data Act in unterschiedlichen Unternehmenskontexten.